Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Themen und Geschichten für diesen Blog. Auf einer Betriebsratssitzung habe ich den Tipp bekommen, ein Interview mit Herrn Harmsen über sein Hobby, den Golfsport, zu führen.

Gesagt! Getan!

Hallo Herr Harmsen, vielen Dank, dass Sie sofort Interesse an diesem Interview gezeigt haben. Vielleicht können Sie sich unseren Lesern kurz vorstellen?

 1Na klar, ich bin Frederik Harmsen, 21 Jahre alt und aktuell in der Filiale Stade eingesetzt.

Ich komme ursprünglich aus Büsum in Schleswig-Holstein und habe mich nach meinem Abitur 2015 entschieden, ein wirtschaftswissenschaftliches Studium in Hannover zu beginnen. Nach 2 Jahren Studium habe ich mich nach „praktischer Arbeit“ gesehnt und schon saß ich bei Frau Herlt, unserer Ausbildungskoordinatorin, in der Bewerberrunde. Seitdem bin ich Azubi in der Filiale Stade im schönen „alten Land“ nahe Hamburg.

Ihr Hobby ist ja das Golfen. Wie sind Sie dazu gekommen?

Vor mittlerweile 17 Jahren habe ich mit meiner Familie mit dem Golfen angefangen und war von Anfang an begeistert. In meinem Golfclub gibt es eine hervorragende Jugendarbeit, so dass ich, auch mit der vollen Unterstützung meiner Familie, schon früh an nationalen Turnieren teilnehmen und viele Erfahrungen und Erinnerungen sammeln konnte.

Was fasziniert Sie besonders am Golfsport?

Mich fasziniert einfach die Tatsache, dass Golf nicht nur ein physischer Sport ist. Experten behaupten, dass sich über 70 % im Kopf abspielt und dieser für jede feine Regung in der Schwungbewegung zuständig ist. Folglich muss man neben der physischen Komponente auch die mentale trainieren, um DEN perfekten Schlag zu machen. Dieses Zusammenspiel fordert nicht nur bei wichtigen Turnieren, wo der letzte Schlag eventuell über die Deutsche Meisterschaft entscheidet, sondern auch bei Golfrunden mit Familie und Freunden, höchste Konzentration. Nicht umsonst zählt der Golfsport zu den anspruchsvollsten Sportarten überhaupt.

Wenn man nur einmal in der Woche eine 18-Loch-Runde dreht und um die vier Stunden unterwegs ist, verbraucht man rund 1500 kcal. Im Vergleich dazu müsste man 3,5 Stunden Tennis spielen oder über eine Stunde lange Schwimmen gehen.

Und natürlich spielt man auch immer, um sein eigenes Handicap auf dem Platz zu verringern. Da braucht man schon eine gewisse Selbstdisziplin.

Andere gehen auf‘s Laufband, um den Kopf freizubekommen. Ich gehe stattdessen mit ein paar Freunden oder auch alleine bei frischer Luft und perfekt gepflegten Grünanlagen eine Runde auf den Golfplatz. Dort vergisst man sofort den Stress, fokussiert sich nur auf sich selber und den Golfball. Dieses Gefühl der Freiheit für drei bis vier Stunden gibt einem wieder richtig Kraft und Motivation, an anderen Baustellen und Projekten zu arbeiten.

Hand auf‘ s Herz: ist Golfen nicht ein Sport für Senioren?

Diese Frage wird mir tatsächlich gar nicht mehr so häufig gestellt, da mittlerweile Golf ein Sport für die jedermann geworden ist. Golf ist tatsächlich für jede Altersgruppe geeignet. Ich habe schon mit Vierjährigen und auch mit einem 98-jährigen gespielt. Das macht auf dem Platz keinen Unterschied. Gerade für Kinder ist es der perfekte Sport, um sich zu entwickeln. Die Körperbeherrschung und Eigendisziplin stehen im Vordergrund, was einen außerordentlich positiven Einfluss auf die Entwicklung hat. Da ich selber lange Jahre Kinder und Jugendliche trainiert habe, weiß ich, wie schnell sich auch Eltern auf den Sport einlassen, wenn sie einmal das Klischee vom Seniorensport vergessen haben. Außerdem hat Golf den großen Vorteil, dass keine körperlichen Spätfolgen, wie Knie- oder Rückenschäden entstehen, deshalb können auch Personen mit Vorbelastungen keine diesen Sport ausführen.

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Was unterscheidet Sie von anderen Golfern?

Ich glaube, große Unterschiede gibt es unter Golfern nicht. Da ich diesen Sport schon quasi mein ganzes Leben lang betreibe und viele nationale und internationale Turniere spielen durfte, habe ich wahrscheinlich mehr Erfahrung und Gelassenheit als andere Spieler. Aber grundsätzlich kann ich genauso einen schlechten Tag haben und die Kugel mal nicht so treffen, wie ich das vielleicht möchte. Da gibt es keine Unterschiede.

Gibt es einen Traum hinsichtlich Ihres Hobbies, den Sie sich noch erfüllen wollen?

Ich glaube, jeder Golfer hat den Traum, mal auf den schönsten Golfplätzen dieser Welt spielen zu dürfen, an denen selbst die Top Profis verzweifeln. Zu nennen gibt es da beispielsweise die Geburtsstätte des Golfsports The Royal and Ancient Golf Club of St Andrews in Schottland oder der wohl schwerste Golfplatz Pebble Beach, direkt an der Westküste Kaliforniens. Ansonsten wünscht man sich als Golfer, nicht die Fassung zu verlieren, wenn der Ball mal nicht das macht, was er soll.

Als Fazit für unsere Leser: Warum sollte ich das Golfen einmal ausprobieren?

Gerade für Menschen, die viel Stress im Beruf haben, ist der Golfsport eine tolle Möglichkeit, abzuschalten.

Golfen ist vielfältig und bietet wirklich jedem die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln.

Außerdem lernt man viele verschiedene Leute kennen. Vom Zimmermann bis zum Zahnarzt ist alles vertreten. Der Beruf spielt auf dem Golfplatz keine Rolle, weil man zusammen das gleiche Ziel verfolgt.

Ich kann jedem nur empfehlen, diesen Sport einmal auszuprobieren. Wenn es Ihnen dann nicht gefällt, sind Sie trotzdem um eine Erfahrung reifer:-)

Danke für die spannenden Einblicke in Ihr Hobby!

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