In meinem letzten Artikel habe ich Ihnen vorgestellt, was eine gute Führungskraft ausmacht und wieso wir unsere Mitarbeiter intern entwickeln. Heute möchte ich Ihnen einen Einblick zu diesem Entwicklungsprogramm geben und den Weg von unserem Filialleiter Norman Denker innerhalb der TARGOBANK in Bremen näher beleuchten.

Ich habe Norman damals im Bewerbungsgespräch kennengelernt. Das war 2013. Zu diesem Zeitpunkt war Norman Denker als Filialleiter bei einer anderen Bank beschäftigt. Wieso er dann im Februar 2014 bei der TARGOBANK als Filialleitervertreter gestartet hat, wie sein persönlicher Werdegang bisher war und wieso manchmal ein Rückschritt ein Karrierebooster sein kann, möchte ich in diesem Interview näher erläutern.

Wie gewohnt mit einem Lächeln im Gesicht und einem Witz auf den Lippen begrüßt mich Norman in seinem Filiallleiterbüro, welches er oft gegen einen Beratungsschreibtisch eintauscht, da ihm der direkte Kundenkontakt weiterhin sehr wichtig ist.

Hallo Norman. Wie würdest du dich beschreiben? Was macht dich als Filialleiter und als Mensch aus?

„Ich sehe mich als Teil des Teams, meine Tür steht jedem immer offen. Grundsätzlich unterscheidet sich Norman Denker als Filialleiter nicht von Norman Denker als Mensch. Nur, dass ich in der Bank etwas ernster bin (und lacht).“

Wie hat sich dein bisheriger Karriereweg in der Bankenwelt gestaltet?

„Ich habe erst spät in der Bankenwelt gestartet, meine Ausbildung habe ich erst mit 25 Jahren begonnen. Vorher habe ich viele ungewöhnliche Jobs gemacht: Ich war Briefzusteller, habe Hundefutter hergestellt, war auf Montage, habe im Callcenter gearbeitet und habe ein paar Semester studiert. Es hat lange gedauert bis ich meinen Weg gefunden habe und wusste, was ich wollte.

Nach meiner Ausbildung als Bankkaufmann habe ich mich als Kundenberater im Bereich Baufinanzierung spezialisiert und habe diese Aufgabe lange Zeit sehr erfolgreich ausgeübt. Als ich 34 Jahre alt war, hat mein damaliger Chef den Arbeitgeber gewechselt und hat mich zu einer anderen Bank mitgenommen. Diesen Schritt hatte ich damals unternommen, weil es mein Ziel war, Filialleiter zu werden und ich nutzte diese Chance. Es ging dann auch alles sehr schnell: Auf einmal war ich Filialleiter. Ehrlich gesagt, fehlte mir damals das Hintergrundwissen und die Erfahrung, aber ich habe mich durchgeboxt. Leider wurde diese Bank damals umfirmiert, die neue Philosophie passte einfach nicht zu mir und mir fehlte ein Vorbild, zu dem ich aufblicken konnte. So kam es zu einem schnellen Wechsel zur TARGOBANK.

Weshalb bist du damals beim Start bei der TARGOBANK einen Karriereschritt zurückgegangen und bist als Filialleiter-Vertreter gestartet?

„Ich habe mich damals als Filialleiter beworben und auch die ersten Gespräche fanden unter dieser Prämisse mit dir, dem Vertriebsdirektor Christian Herlt und meinem heutigen Chef statt. Irgendwann habt ihr mir ein Angebot als Filiallleitervertreter mit der Möglichkeit auf Entwicklung zum Filialleiter gemacht. Ihr habt euch viel Zeit genommen, mir das interne Entwicklungsprogramm zu erklären und die Vorteile aufgezeigt. Grundsätzlich empfand ich die Gespräche als sehr wertschätzend. Trotzdem habe ich damals dieses Angebot als Rückschritt wahrgenommen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt Kontakt zu einigen Targobankern – auch Filialleitern, die den gleichen Weg gegangen sind. Sie bestärkten mich in meinem Entschluss und räumten meine Zweifel aus. “

Beschreibe mal deine Aufgaben als Filialleiter in Gröpelingen. Welche Herausforderungen hast du bisher erlebt und wie hast du diese gemeistert? Was unterscheidet deine aktuelle Funktion von der eines Filialleiters bei anderen Banken?

„Als Filialleiter bei anderen Banken war ich in erster Linie der beste Berater und Verkäufer. Werte, wie Kundenzufriedenheit, wurden dort nicht gemessen. Bei der TARGOBANK reicht der vertriebliche Aspekt nicht aus. Themen, wie z.B. Wachstum, Qualität und Mitarbeiterzufriedenheit werden hier in den Vordergrund gestellt und es ist meine Aufgabe diese zusammen mit meinem Team erfolgreich zu gestalten. Ich habe in den letzten Jahren viele verschiedene Tools in der Geschäftssteuerung und Mitarbeiterführung kennen gelernt und weiß nun, wie man eine Filiale zum Erfolg führen kann. Ich habe in meiner Einarbeitung so viele Inputs über Kundenberatung erhalten, zudem lag ein starker Augenmerk auf Coaching. Dieses Rüstzeug habe ich erst bei der TARGOBANK gelernt. Hierbei haben mir auch die verschiedenen Seminare des Filialleiter-Entwicklungs-Programmes geholfen. Sogar einen Coach hatte ich für mehrere Tage an meiner Seite. Das sehe ich als tolles und wirksames Investment in mich und meine Person!“

Wie würdest du deinen Weg innerhalb der TARGOBANK Bremen bis jetzt beschreiben?

„Meine Einarbeitung war zweigeteilt. Den ersten Teil meiner Einarbeitung habe ich in Gröpelingen absolviert. Hier habe ich alles zum Thema Kundenberatung gelernt. Ich habe diverse Seminare besucht, mich im Bereich Kredit und Versicherung zertifiziert, bei vielen Mitarbeitern in Beratungsgesprächen hospitiert, sodass ich ab dem dritten Monat allein Kundengespräche erfolgreich und eigenständig durchführen konnte. Der zweite Teil meiner Einarbeitung brachte mich nach Oldenburg. Hier lag der Fokus auf den Themen Geschäftssteuerung, Reporting, Coaching und Mitarbeiterführung. Allerdings bin ich nach zwei Tagen vor Ort für eine lange Zeit krankheitsbedingt ausgefallen. So musste meine Einarbeitung um fünf Wochen verschoben werden. In dieser Zeit hatte ich wirklich Panik, dass ich aufgrund meiner Abwesenheit nicht aus der Probezeit übernommen werde. Mein Vertriebsdirektor beruhigte mich damals in einem Telefonat. Seine Worte weiß ich immer noch: “Machen Sie sich keinen Kopf, das kriegen wir alles hin!“.

Wieder in Oldenburg nahm ich schnell wieder Fahrt auf und konnte dank meines Paten die Einarbeitung erfolgreich abschließen. Wir haben sehr eng zusammengearbeitet. Meine damaligen Tagesinhalte waren: Zuhören bei Mitarbeitergesprächen und anschließender Analyse, Analyse von Filialreportings und Erarbeitung von entsprechenden Maßnahmen, viele Seminare in unserem Trainingszentrum und natürlich auch Kundenberatungen.

Seit Januar 2016 bin ich nun ernannter Filialleiter und führe das Team Gröpelingen, welches aus mir und meinen fünf Mitarbeiterinnen besteht.

 Welche Tipps hast du für Bewerber?

„Natürlich war der damalige „Rückschritt“ und Start als Filialleitervertreter auch mit Gehaltseinbußen verbunden. Geld ist nicht alles. Ich bin froh darauf verzichtet zu haben. Zum einen hat sich dieses mit meiner Entwicklung amortisiert und zum anderen hat meine Lebensqualität durch die TARGOBANK zugenommen. Nun gehe ich mit einem Lächeln zur Arbeit.“

Was macht Norman Denker, wenn er nicht gerade das Team Gröpelingen führt?

„Auf Platz 1 steht meine Tochter; ich versuche ein Kind zu erziehen 🙂. Ansonsten füllen die Schlagworte Familie, Haus, Garten, Hühner und Hase meine Freizeit sehr aus. Und wir verreisen als Familie sehr gern: Sowohl im Sommer als auch im Winter zieht es uns in die Berge.“

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